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Google Unternehmensprofil: So pflegen Betriebe aus Bonn ihren wichtigsten Eintrag richtig

· von Oliver Misch · Lesezeit etwa 4 Minuten

Freundlicher Roboter, das Maskottchen von webplusmedia aus Bonn
Handwerkerin vor ihrem Firmenwagen schaut auf dem Smartphone den Kartenausschnitt ihres Unternehmensprofils an

Google hat im Herbst „Google My Business“ in „Google Unternehmensprofil“ umbenannt und die Pflege direkt in die Suche und nach Maps verlegt. Die alte App wird abgeschaltet. Ein guter Anlass, den Eintrag einmal gründlich durchzugehen, denn für die meisten Betriebe in Bonn ist er wichtiger als die eigene Webseite.

Warum der Eintrag so viel Gewicht hat

Wer „Dachdecker Bonn“ oder „Zahnarzt Bad Godesberg“ sucht, bekommt über den normalen Treffern eine Karte mit drei Betrieben. Diese drei bekommen den Großteil der Anrufe. Welche drei das sind, entscheidet Google anhand von Entfernung, Relevanz und Bekanntheit, und die beiden letzten Punkte steuern Sie zum großen Teil über das Profil: Kategorien, Beschreibung, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und die Antworten darauf.

Dazu kommt: Viele Kunden rufen direkt aus dem Profil an oder lassen sich die Route zeigen, ohne je Ihre Webseite zu öffnen. Ein unvollständiger Eintrag ist also kein Schönheitsfehler, sondern verlorene Aufträge.

Was sich mit der Umstellung geändert hat

Die Verwaltung läuft jetzt direkt in der Google-Suche: Wer mit dem Firmenkonto angemeldet ist und nach dem eigenen Betrieb sucht, sieht die Bearbeitungsoptionen über dem Profil. Die eigene App für Android und iOS wird im Laufe des Jahres eingestellt. Neu sind außerdem ein Nachrichtenkanal direkt in der Suche, eine Verifizierung per Video in manchen Branchen und Hinweise, welche Felder noch leer sind. Die Funktionen selbst sind weitgehend geblieben, man findet sie nur an anderer Stelle.

Die Felder, die wirklich zählen

Kategorien

Die Hauptkategorie ist der wichtigste Einzelfaktor. „Heizungsinstallateur“ ist etwas anderes als „Sanitärinstallateur“, und Google ordnet Sie nach der Hauptkategorie ein. Wählen Sie die, die Ihr Hauptgeschäft beschreibt, und ergänzen Sie bis zu neun weitere für Nebenleistungen. Prüfen Sie, was Mitbewerber eingetragen haben, die über Ihnen stehen.

Name, Adresse, Telefonnummer

Exakt so wie auf der Webseite, auf Facebook, in Branchenverzeichnissen. „Str.“ hier und „Straße“ dort verwirrt nicht nur Google. Und der Name bleibt der Firmenname, ohne angehängte Suchbegriffe wie „Dachdecker Bonn Beuel“. Das verstößt gegen die Richtlinien und führt im schlechtesten Fall zur Sperrung.

Öffnungszeiten

Pflegen Sie auch Feiertage und Betriebsferien. Ein Profil, das an Fronleichnam „geöffnet“ zeigt, bringt vergebliche Anrufe und schlechte Bewertungen. Google fragt inzwischen aktiv nach besonderen Öffnungszeiten vor Feiertagen, nehmen Sie sich die zwei Minuten.

Beschreibung und Leistungen

750 Zeichen für eine Beschreibung in Ihren Worten: Was machen Sie, für wen, seit wann, wo. Keine Werbesprüche, keine Links. Dazu der Bereich „Leistungen“ mit konkreten Angeboten und, wenn Sie möchten, Preisen. Das wird direkt in der Suche angezeigt und hilft bei Suchen nach einzelnen Leistungen.

Fotos

Echte Fotos vom Betrieb, vom Team, von Fahrzeugen und Arbeiten. Google zeigt Profile mit regelmäßig neuen Fotos bevorzugt an, und Kunden klicken eher auf ein Profil, das nach einem echten Betrieb aussieht. Ein Foto im Monat reicht, Handyqualität ist in Ordnung, Stockfotos sind es nicht.

Bewertungen: bekommen und beantworten

Die Zahl und der Durchschnitt der Bewertungen beeinflussen die Platzierung in der Karte und noch stärker die Entscheidung der Kunden. Der einfachste Weg zu mehr Bewertungen ist, danach zu fragen: Nach einem erledigten Auftrag eine kurze Nachricht mit dem direkten Link zur Bewertung, den Google im Profil bereitstellt. Keine Belohnung dafür anbieten, das ist nicht erlaubt.

Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die guten, mit einem Satz. Bei schlechten Bewertungen: sachlich bleiben, das Problem benennen, eine Lösung anbieten, nicht streiten. Die Antwort lesen hundert andere Kunden, die Bewertung nur der eine. Gefälschte Bewertungen, egal ob eigene oder gegen Mitbewerber, erkennt Google immer besser, und das Risiko einer Sperrung ist das nie wert.

Beiträge, Fragen und Antworten

Zwei Funktionen, die kaum jemand nutzt: Beiträge sind kurze Meldungen mit Bild, die eine Woche im Profil angezeigt werden, etwa ein Angebot, eine Betriebsferien-Info oder ein neues Produkt. Und unter „Fragen und Antworten“ kann jeder Fragen stellen, die jeder beantworten kann. Stellen Sie die fünf häufigsten Fragen selbst ein und beantworten Sie sie, bevor es jemand anderes falsch macht.

Eine Stunde im Quartal

Das Profil ist keine Einmalaufgabe. Nehmen Sie sich alle drei Monate eine Stunde: Öffnungszeiten prüfen, zwei neue Fotos hochladen, offene Bewertungen beantworten, Beschreibung und Leistungen abgleichen, Statistik anschauen. Die zeigt Ihnen, über welche Suchbegriffe das Profil gefunden wurde und wie viele Anrufe und Routen daraus entstanden sind. Das sind die ehrlichsten Zahlen, die Sie über Ihre lokale Sichtbarkeit bekommen.

Wenn Sie möchten, dass Profil und Webseite zusammenspielen, damit beides für die gleichen Begriffe gefunden wird, ist das Teil unserer Arbeit bei der Suchmaschinenoptimierung für Betriebe aus Bonn.

Passend dazu: Local SEO und Suchmaschinenoptimierung aus Bonn

Oliver Misch, Autor und Geschäftsführer bei webplusmedia

Über den Autor

Oliver Misch

Geschäftsführer der medienplus GmbH, Online-Marketing seit 2006

Oliver baut seit 2006 Webseiten und sorgt dafür, dass sie gefunden werden. Er führt webplusmedia in Bonn-Bad Godesberg, macht die Erstgespräche selbst und schreibt hier über das, was in Projekten mit Betrieben aus der Region wirklich passiert.

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