Seit Mitte März ist in Bonn vieles geschlossen oder läuft anders als gewohnt. Für viele Betriebe ist die Webseite gerade der einzige Ort, an dem Kunden erfahren, ob und wie es weitergeht. Hier sind sieben Dinge, die Sie jetzt erledigen sollten, die meisten in einer Stunde.
1. Öffnungszeiten und Erreichbarkeit aktualisieren
Das klingt banal, ist aber der häufigste Fehler, den wir in den letzten Wochen gesehen haben. Auf der Webseite stehen die normalen Öffnungszeiten, der Laden ist aber zu oder nur für Abholung geöffnet. Kunden stehen vor der Tür oder rufen vergeblich an. Schreiben Sie gut sichtbar auf die Startseite, was gerade gilt: geöffnet, geschlossen, Abholung, Lieferung, Termine nur nach Vereinbarung. Und das Datum dazu, damit man sieht, dass die Angabe aktuell ist.
2. Google My Business anpassen
Die meisten Kunden sehen Ihre Öffnungszeiten nicht auf der Webseite, sondern bei Google, direkt in der Suche oder in Maps. Google hat dafür in den letzten Wochen eigene Felder nachgerüstet: vorübergehend geschlossen, besondere Öffnungszeiten, ein Hinweis zu COVID-19 ganz oben im Profil. Nutzen Sie die. Ein Profil, das „geöffnet bis 18 Uhr“ zeigt, während die Tür zu ist, kostet Vertrauen und Bewertungen.
3. Neue Angebote sichtbar machen
Viele Betriebe in Bonn haben in kurzer Zeit umgestellt: Das Restaurant liefert, die Buchhandlung bringt Bestellungen mit dem Rad, die Physiotherapie bietet Videotermine an, der Händler verschickt per Post. Das steht oft nur auf Facebook oder gar nicht. Ein Kasten auf der Startseite mit der neuen Leistung, dem Ablauf und der Telefonnummer reicht völlig. Es muss nicht schön sein, es muss da sein.
4. Kontaktwege prüfen
Wenn das Büro nicht besetzt ist, läuft die Festnetznummer ins Leere. Prüfen Sie, ob die Rufumleitung funktioniert, ob die E-Mail-Adresse auf der Webseite noch gelesen wird und ob das Kontaktformular bei Ihnen ankommt. Wir finden immer wieder Formulare, deren Nachrichten seit Monaten in einem Spamordner landen. Schicken Sie sich selbst eine Testnachricht.
5. Online-Termine anbieten
Wer Termine vergibt, egal ob Praxis, Friseur, Werkstatt oder Beratung, sollte das jetzt online ermöglichen. Es gibt dafür Dienste, die sich in eine Stunde in die Webseite einbauen lassen und ein paar Euro im Monat kosten. Der Nutzen: weniger Telefon, weniger Wartezimmer, und Kunden buchen auch abends um zehn, wenn sie gerade Zeit haben.
6. Bestellen und Bezahlen ermöglichen
Ein vollständiger Shop ist für die meisten kleinen Händler gerade zu viel. Was reicht: eine Seite mit den wichtigsten Produkten, ein Formular zum Bestellen und Bezahlung per Überweisung oder PayPal-Link. Das ist in zwei Tagen gebaut und bringt in Wochen, in denen der Laden zu ist, überhaupt Umsatz. Wenn sich das bewährt, kann daraus später ein richtiger Shop werden.
7. Die ruhige Zeit für Liegengebliebenes nutzen
Viele Betriebe haben gerade weniger zu tun als sonst. Das ist der Moment für die Dinge, die seit Jahren auf der Liste stehen: Texte aktualisieren, Fotos vom Team machen lassen, die Leistungsseiten ausbauen, das Impressum prüfen, die Seite auf dem Handy durchklicken. Wer das jetzt erledigt, startet nach der Krise mit einer Seite, die funktioniert, während die Mitbewerber noch aufräumen.
Was wir gerade beobachten
Die Suche nach lokalen Begriffen hat sich in Bonn in den letzten Wochen verschoben. „Lieferservice“, „Abholung“, „online bestellen“ und „Termin online“ tauchen in Kombination mit Ortsnamen plötzlich viel häufiger auf. Betriebe, die diese Wörter auf ihrer Seite haben, werden dafür gefunden. Die anderen nicht. Das ist keine große SEO-Strategie, sondern eine Frage von ein paar Sätzen an der richtigen Stelle.
Gleichzeitig sind die Zugriffe auf Webseiten insgesamt gestiegen, weil Leute von zu Hause suchen, was sie sonst im Vorbeigehen erledigt hätten. Eine Seite, die auf dem Handy nicht funktioniert, fällt gerade besonders auf.
Was Sie jetzt nicht tun sollten
Jetzt eine komplett neue Webseite zu beauftragen, ist für die meisten nicht der richtige Moment, es sei denn, die alte funktioniert gar nicht mehr. Die sieben Punkte oben bringen in dieser Lage mehr als ein neues Design. Ein Relaunch lohnt sich, wenn wieder planbar ist, wie der Betrieb in einem Jahr aussieht. Auch Hektik bei Werbeanzeigen ist selten sinnvoll, solange die Grundlagen nicht stimmen.
Wenn Sie Hilfe brauchen
Für die Punkte eins bis vier brauchen Sie uns nicht, das schafft jeder mit Zugang zur Seite. Wenn Sie keinen Zugang mehr haben oder niemand mehr erreichbar ist, der die Seite gebaut hat, helfen wir kurzfristig, auch für einzelne Handgriffe. Für Bestellformulare und Terminbuchung bauen wir gerade schlanke Lösungen, die in wenigen Tagen stehen. Mehr dazu auf der Seite Webdesign aus Bonn. Bleiben Sie gesund.
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