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Relaunch einer Webseite lohnt immer, wenn man ihn richtig macht

· von Oliver Misch · Lesezeit etwa 4 Minuten

Laptop und Smartphone mit einer von webplusmedia gestalteten Webseite
Alter Röhrenmonitor mit veralteter Webseite neben einem modernen Laptop mit neu gestalteter Seite

„Unsere Seite ist eigentlich noch ganz okay.“ Mit diesem Satz beginnen viele Gespräche, die am Ende in einem Relaunch münden. Hier steht, woran Sie erkennen, dass es Zeit ist, was ein Relaunch wirklich bringt und wie Sie dabei Ihre Google-Platzierungen behalten.

Woran Sie merken, dass die Seite fällig ist

Es gibt harte und weiche Anzeichen. Die harten lassen sich messen: Die Seite braucht auf dem Handy länger als drei Sekunden, bis etwas zu sehen ist. Google meldet in der Search Console Probleme mit der Mobildarstellung oder den Core Web Vitals. Das Kontaktformular bringt seit Monaten keine Anfrage. Die Zahl der Besucher aus der Suche sinkt langsam, obwohl sich am Betrieb nichts geändert hat.

Die weichen Anzeichen merkt man im Alltag: Sie schicken Kunden lieber ein PDF, als auf die Webseite zu verweisen. Neue Leistungen stehen nirgends weil niemand mehr weiß, wie man eine Seite anlegt. Der Entwickler von damals ist nicht mehr erreichbar. Und wenn Sie Ihre Seite neben die eines Mitbewerbers legen, sieht Ihre aus wie von vor zehn Jahren, weil sie es ist.

Was ein Relaunch bringt, in Zahlen und im Alltag

Der messbare Teil: Eine neue Seite lädt in der Regel zwei- bis fünfmal schneller als die alte, weil Altlasten, überflüssige Plugins und unoptimierte Bilder verschwinden. Schnellere Seiten werden von Google besser bewertet und von Besuchern seltener verlassen bevor sie geladen sind. Eine saubere Struktur mit einer Seite pro Leistung bringt zusätzliche Platzierungen für Begriffe, für die die alte Seite nie auftauchte. Und ein Formular, das auf dem Handy funktioniert, bringt Anfragen, die vorher abgebrochen wurden.

Der Teil, den man nicht misst, aber merkt: Sie verweisen wieder gern auf Ihre Seite. Bewerber sehen einen Betrieb, der auf der Höhe ist. Und Änderungen dauern fünf Minuten statt eine E-Mail an jemanden, der vielleicht antwortet.

Die fünf Fehler, die beim Relaunch Platzierungen kosten

1. Alte Adressen verschwinden einfach

Die häufigste und teuerste Panne. Die alte Seite hatte Adressen wie /leistungen/heizung.html, die neue hat /heizung/. Wenn niemand die alten auf die neuen weiterleitet, landen Google und alle, die die alte Adresse verlinkt haben, auf einer Fehlerseite. Die Platzierungen der alten Seite sind dann weg und die neue fängt bei null an. Die Lösung ist eine Liste aller alten Adressen und eine Weiterleitung für jede einzelne. Das ist Fleißarbeit, aber Pflicht.

2. Gute Texte werden mit entsorgt

Nicht alles an der alten Seite ist schlecht. Oft gibt es zwei, drei Seiten, die seit Jahren Besucher bringen, weil der Text eine Frage gut beantwortet. Die werden beim Relaunch gern durch kürzere, glattere Texte ersetzt, und mit ihnen verschwinden die Platzierungen. Vor dem Umbau gehört ein Blick in die Statistik: Welche Seiten laufen? Die bleiben inhaltlich erhalten, auch wenn sie neu gestaltet werden.

3. Der Relaunch wird zum Großprojekt

Wer beim Relaunch gleich den Shop, die Mehrsprachigkeit und das Kundenportal mitdenkt, startet oft gar nicht. Besser: Erst die Kernseite neu, sauber und schnell, dann in Etappen erweitern. Eine neue Seite in sechs Wochen schlägt eine perfekte in achtzehn Monaten.

4. Die neue Seite wird nicht geprüft

Nach dem Umzug gehören eine Stunde Prüfung dazu: alle Weiterleitungen testen, Formulare abschicken, Seite in der Search Console neu einreichen, Sitemap aktualisieren, Google-Unternehmensprofil auf die richtigen Adressen umstellen. Wer das auslässt, merkt Fehler erst Wochen später an sinkenden Zahlen.

5. Der alte Baukasten wird durch einen neuen ersetzt

Ein Relaunch von Jimdo zu Wix oder von einem überladenen WordPress-Theme zum nächsten löst das Problem nicht, es verschiebt es. Die neue seite sollte technisch so gebaut sein, dass sie in fünf Jahren noch wartbar ist: schlankes Theme, wenige Erweiterungen, oder gleich eine Seite ohne Datenbank, wenn sich wenig ändert.

So läuft ein Relaunch bei uns ab

  1. Bestandsaufnahme. Welche Seiten bringen Besucher, welche Adressen sind verlinkt, welche Texte sind gut? Das halten wir fest, bevor etwas geändert wird.
  2. Neue Struktur. Eine Seite pro Leistung, klare Wege zum Kontakt, nichts, was nur aus Gewohnheit da ist.
  3. Gestaltung und Umsetzung. Zuerst für das Smartphone, dann für den großen Bildschirm. Texte überarbeiten wir mit Ihnen, bewährte Inhalte bleiben.
  4. Umzug mit Weiterleitungen. Jede alte Adresse zeigt auf die passende neue. Google bekommt die neue Sitemap, das Unternehmensprofil wird angepasst.
  5. Nachmessen. Nach vier und nach zwölf Wochen vergleichen wir Platzierungen und Anfragen mit dem Stand davor.

Was ein Relaunch kostet und wann er sich rechnet

Ein Relaunch kostet bei uns dasselbe wie eine neue Seite weil er im Kern eine ist: Die Spanne liegt zwischen 600 und 1.490 Euro netto für übersichtliche Seiten, bis etwa 4.500 Euro für umfangreiche. Was das im Einzelnen bestimmt, steht im Beitrag Was kostet eine Webseite?. Gerechnet hat er sich meist, wenn über das Jahr zwei oder drei zusätzliche Aufträge über die Seite kommen. Bei den meisten Betrieben passiert das deutlich früher, weil die alte Seite vorher gar keine Anfragen brachte.

Und wenn die Seite wirklich noch okay ist?

Dann sagen wir Ihnen das. Manchmal reicht es, die Ladezeit zu verbessern, drei Texte zu überarbeiten und das Formular zu reparieren. Das kostet einen Bruchteil und bringt oft schon die hälfte des Effekts. Wir schauen uns Ihre Seite gern an und sagen Ihnen, in welche der beiden Richtungen es gehen sollte. Wie wir dabei vorgehen, lesen Sie auf der Seite Webdesign aus Bonn, und wie Platzierungen entstehen, auf der Seite Suchmaschinenoptimierung.

Passend dazu: Webdesign und Relaunch aus Bonn

Oliver Misch, Autor und Geschäftsführer bei webplusmedia

Über den Autor

Oliver Misch

Geschäftsführer der medienplus GmbH, Online-Marketing seit 2006

Oliver baut seit 2006 Webseiten und sorgt dafür, dass sie gefunden werden. Er führt webplusmedia in Bonn-Bad Godesberg, macht die Erstgespräche selbst und schreibt hier über das, was in Projekten mit Betrieben aus der Region passiert.

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